Sönke Thomssen Bildungsprojekte

Individualthemen –
dem eigentlichen Thema begegnen

Was zuerst ange­fragt wird, ist sel­ten schon das, wor­um es geht.

Worum geht es bei Individualthemen?

Indi­vi­du­al­the­men bedeu­ten für uns nicht, ein pas­sen­des Ange­bot aus dem Regal zu zie­hen, son­dern zuerst her­aus­zu­hö­ren, wor­um es wirk­lich geht. Ein Anlie­gen, das in kein fer­ti­ges For­mat passt, ver­dient einen eige­nen Weg — ein Coa­ching, eine Media­ti­on oder eine kur­ze Rei­he zu genau der Fra­ge, die dich beschäf­tigt. Auf die­ser Sei­te liest du, wor­an du erkennst, dass ein Stan­dard­for­mat nicht trägt, wie wir das eigent­li­che The­ma hin­ter einem Auf­trag her­aus­ar­bei­ten und was du von einer pass­ge­nau­en Beglei­tung erwar­ten kannst.

Unser Versprechen an dich

Platzhalter für ein Individualthemen-Icon

Wir hören zu, bevor wir etwas vor­schla­gen — und ent­wi­ckeln erst dann ein For­mat, wenn wir ver­stan­den haben, wor­um es dir wirk­lich geht.

Was macht individuelle Begleitung wirksam?

Wirk­sam wird eine Beglei­tung dort, wo sie sich auf das eigent­li­che Anlie­gen ein­lässt statt auf die ers­te Anfra­ge. Wer ein Ange­bot aus dem Regal zieht, arbei­tet an der Anfra­ge — nicht am Anlie­gen. Das Semi­nar fühlt sich viel­leicht gut an, aber am Mon­tag danach ändert sich nichts.

Der Vor­teil liegt in der Kon­zen­tra­ti­on. Wo wir uns auf eine Per­son oder eine klar umris­se­ne Fra­ge ein­las­sen, kön­nen wir tie­fer arbei­ten, als es eine Semi­nar­run­de erlaubt. Nichts muss ver­all­ge­mei­nert wer­den, damit es für alle passt — wir arbei­ten an dem, was dich tat­säch­lich beschäf­tigt, statt am nächst­ge­le­ge­nen Stan­dard­the­ma.

Wie viel die­se Pass­ge­nau­ig­keit bewirkt, zeigt die For­schung: Eine Meta-Ana­ly­se von 18 Stu­di­en zu Coa­ching im beruf­li­chen Kon­text fand durch­weg posi­ti­ve Effek­te — auf Leis­tung und Fähig­kei­ten, auf das Wohl­be­fin­den und beson­ders auf die Fähig­keit, eige­ne Zie­le zu ver­fol­gen und umzu­set­zen. Pass­ge­naue Beglei­tung ist damit kein net­ter Zusatz, son­dern mess­bar wirk­sam.

Quel­le: Thee­boom, Beers­ma & van Via­nen (2014), „Does coa­ching work?“, The Jour­nal of Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gy.

Zwei Menschen im vertieften Zweiergespräch – individuelle Begleitung

Woran erkennst du, dass ein Standardformat nicht passt?

Oft merkt man es nicht sofort. Es zeigt sich in klei­nen Zei­chen — im Gefühl, dass eine Anfra­ge nicht recht in die übli­chen Schub­la­den passt. Drei davon hören wir immer wie­der:

Die Anfra­ge passt in kein For­mat.

Das Anlie­gen ist zu spe­zi­ell für eine Semi­nar­run­de und zu per­sön­lich für den kol­le­gia­len Aus­tausch — es braucht einen eige­nen Rah­men.

Am Mon­tag ändert sich nichts.

Das Stan­dard­se­mi­nar war ange­nehm und wur­de geübt, doch im Arbeits­all­tag bleibt alles beim Alten — ein Zei­chen, dass am eigent­li­chen The­ma vor­bei­ge­ar­bei­tet wur­de.

Das Gefühl, es lie­ge an einem selbst.

Ein For­mat, das nicht trägt, lässt Men­schen mit dem Ein­druck zurück, sie hät­ten ver­sagt — dabei pass­te nur das Ange­bot nicht zur Fra­ge.

Wenn du eines die­ser Anzei­chen wie­der­erkennst, ist das kein Rück­schritt. Es zeigt dir nur, dass sich ein zwei­ter Blick lohnt — auf das The­ma hin­ter dem Auf­trag.

Wie verstehen wir Individualthemen?

Sönke Thomssen im Einzelgespräch

Indi­vi­du­al­the­men heißt für uns: zuhö­ren, das eigent­li­che The­ma hin­ter dem Auf­trag her­aus­ar­bei­ten und ein For­mat ent­wi­ckeln, das genau dazu passt. So rich­tet sich das For­mat am Anlie­gen aus und nicht umge­kehrt.

Mal ist es ein Coa­ching, mal eine Media­ti­on, mal eine kur­ze Rei­he zu einer kon­kre­ten Fra­ge. Der Maß­stab bleibt der­sel­be: Was trägt im Arbeits­all­tag wei­ter? Dabei geben wir Werk­zeu­ge in die Hand, mit denen Men­schen selbst wei­ter­kom­men — und machen uns so nach und nach über­flüs­sig.

Das ist uns wich­ti­ger als ein gelun­ge­nes Semi­nar­er­leb­nis: dass am Ende etwas bleibt, das dich im All­tag wirk­lich wei­ter­trägt.

Wie weit die ers­te Anfra­ge vom eigent­li­chen The­ma ent­fernt lie­gen kann, zeigt die­ses Bei­spiel:

Ein anderes Thema als gedacht

Situa­ti­on. Eine Füh­rungs­kraft kommt mit dem Bericht eines Assess­ment Cen­ters. Dar­in die Emp­feh­lung, sie sol­le ihre Mit­ar­bei­ten­den bes­ser infor­mie­ren. Sie fühlt sich falsch beur­teilt — gekom­men ist sie, um ihre Auf­stiegs­chan­cen zu sichern, nicht um an sich zu arbei­ten. „Ich weiß nicht, was die von mir wol­len“, sagt sie.

Vor­ge­hen. Wir hören zu und fra­gen nach. Nach und nach zeigt sich etwas ande­res: Es geht gar nicht um die Wei­ter­ga­be von Infor­ma­tio­nen, son­dern um eine Unsi­cher­heit gegen­über dem eige­nen Vor­ge­setz­ten — die Sor­ge, ihm gegen­über etwas falsch zu machen. Die­se Sor­ge macht es schwer, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und wei­ter­zu­ge­ben, was die Mit­ar­bei­ten­den bräuch­ten.

Ergeb­nis. Der Auf­trag hieß „Kom­mu­ni­ka­ti­on“, das The­ma war ein ande­res. Statt ein Trai­ning zu üben, das an ihrem Pro­blem vor­bei­ge­gan­gen wäre, arbei­ten wir an dem, was sie wirk­lich beschäf­tigt — und sie kehrt nicht mit der­sel­ben Unsi­cher­heit in ihren All­tag zurück.

Häufige Fragen zu Individualthemen

Woran erkenne ich, dass ich ein Individualthema habe?

Meist dar­an, dass dei­ne Anfra­ge in kein fer­ti­ges For­mat passt: Sie ist zu spe­zi­ell für eine Semi­nar­run­de, zu per­sön­lich für den Aus­tausch in der Grup­pe, oder ein besuch­tes Stan­dard­se­mi­nar hat im All­tag nichts ver­än­dert. Dann lohnt der Blick auf das The­ma hin­ter der Anfra­ge.

Welche Formate kommen für Individualthemen infrage?

Das ent­schei­det sich am Anlie­gen, nicht umge­kehrt. Mal ist es ein Coa­ching, mal eine Media­ti­on, mal eine kur­ze, zuge­schnit­te­ne Rei­he zu einer kon­kre­ten Fra­ge. Wir legen das For­mat nicht vor­ab fest, son­dern ent­wi­ckeln es aus dem, was wirk­lich trägt.

Wie läuft die Zusammenarbeit ab?

Am Anfang steht das Zuhö­ren. Wir arbei­ten das eigent­li­che The­ma hin­ter dem Auf­trag her­aus und ent­wi­ckeln dann ein For­mat, das genau dazu passt. Unser Ziel ist, dir Werk­zeu­ge in die Hand zu geben, mit denen du selbst wei­ter­kommst — und uns so mit der Zeit über­flüs­sig zu machen.

Lass uns über dein Thema sprechen.

Wenn dich etwas beschäf­tigt, das in kein fer­ti­ges For­mat passt — lass uns ins Gespräch kom­men. In Ruhe, ohne Ver­pflich­tung, mit ehr­li­chem Inter­es­se an dem, wor­um es dir wirk­lich geht.