Sönke Thomssen Bildungsprojekte

Literaturtipps –
Bücher, mit denen wir arbeiten

Bücher aus unse­rer Semi­nar- und Bera­tungs­pra­xis

Warum stehen genau diese Bücher hier?

Die­se Lis­te ist kei­ne Bes­ten­lis­te. Hier ste­hen die Bücher, die wir in Semi­na­ren, Coa­chings und in der eige­nen Arbeit tat­säch­lich benut­zen. Zu jedem Titel fin­dest du zwei Din­ge: eine sach­li­che Beschrei­bung, wor­um es geht, und eine per­sön­li­che Ein­ord­nung, war­um es für uns brauch­bar ist. Über die The­men­fel­der und das Such­feld kommst du schnell zu dem, was dich gera­de beschäf­tigt. Bei­des wirkt zusam­men: Ist ein The­men­feld aus­ge­wählt, durch­sucht das Such­feld nur die­sen Aus­schnitt. Für eine Suche über alle Bücher stellst du das The­men­feld vor­her auf „Alle“.

Das Geheimnis glücklicher Kinder

Ste­ve Biddulph

Hey­ne · 2001 · 222 Sei­ten, Taschen­buch · ISBN 978–3‑453–19742‑8

Ste­ve Biddulph, Psy­cho­lo­ge und Fami­li­en­the­ra­peut, geht davon aus, dass Kin­der die Sät­ze, die Erwach­se­ne über sie sagen, mit der Zeit als Beschrei­bung ihrer selbst über­neh­men. Wer das im Blick hat, kann vie­le All­tags­kon­flik­te ent­schär­fen, bevor sie eska­lie­ren. Das Buch behan­delt in kur­zen Kapi­teln wie­der­keh­ren­de Situa­tio­nen: Wut­an­fäl­le, Schüch­tern­heit, Quen­geln, Mit­hil­fe im Haus­halt, Fern­se­hen und die Alters­pha­sen. Eige­ne Abschnit­te rich­ten sich an Väter und an Allein­er­zie­hen­de. Pas­send für dich, wenn du Erzie­hungs­fra­gen weni­ger als Tech­nik und mehr als Fra­ge der eige­nen Hal­tung ange­hen willst.

Warum wir es empfehlen

Ein Erzie­hungs­rat­ge­ber, der sich wohl­tu­end von den übli­chen Titeln abhebt: herr­lich iro­nisch geschrie­ben, ehr­lich in der Sache und mit dem beru­hi­gen­den Effekt, dass man mit den all­täg­li­chen Pro­ble­men offen­bar doch nicht allein ist. Auch Eltern, die eigent­lich kei­ne Schwie­rig­kei­ten sehen, ent­de­cken hier man­ches, was sonst unbe­merkt bleibt. Die Tipps sind – nicht immer neu, aber – schnell umsetz­bar, und die per­sön­li­chen Anek­do­ten des Autors machen anschau­lich, wie sie in der Pra­xis wir­ken.

Das Harvard-Konzept: Die unschlagbare Methode für beste Verhandlungsergebnisse

Roger Fisher, Wil­liam Ury, Bruce Pat­ton

DVA · 2018 · 336 Sei­ten, gebun­den · ISBN 978–3‑421–04828‑8

Ver­hand­lun­gen schei­tern oft, weil Par­tei­en um fest­ge­leg­te Posi­tio­nen feil­schen, statt ihre eigent­li­chen Inter­es­sen zu klä­ren. Fisher, Ury und Pat­ton ent­wi­ckeln dar­aus vier Prin­zi­pi­en des sach­be­zo­ge­nen Ver­han­delns: Men­schen und Sach­fra­gen tren­nen, sich auf Inter­es­sen statt Posi­tio­nen kon­zen­trie­ren, Optio­nen zum bei­der­sei­ti­gen Vor­teil ent­wi­ckeln und auf neu­tra­len Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en bestehen. Ergänzt wird der Klas­si­ker um ein Kapi­tel zum Umgang mit stär­ke­ren Ver­hand­lungs­part­nern sowie, in die­ser kom­plett neu über­setz­ten Aus­ga­be, um aktu­el­le Fall­bei­spie­le aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum. Loh­nend für dich, wenn du ver­han­delst und dabei die Bezie­hung zur Gegen­sei­te nicht aufs Spiel set­zen willst.

Warum wir es empfehlen

Mit Sicher­heit gehört das Har­vard-Kon­zept zu den Klas­si­kern bei Ver­hand­lungs­ge­sprä­chen. Wir nut­zen die­ses Modell sehr ger­ne, weil es den Fokus sehr stark auf die betei­lig­ten Ver­hand­lungs­part­ner legt und die Wich­tig­keit der “Men­schen” hin­ter den Posi­tio­nen betont. Es run­det damit her­vor­ra­gend unse­re Semi­nar­in­hal­te zum kon­kre­ten The­ma “Ver­hand­lungs­si­cher­heit ent­wi­ckeln” ab.

Das Innere Team in Aktion: Praktische Arbeit mit dem Modell

Frie­de­mann Schulz von Thun, Wib­ke Ste­ge­mann (Hrsg.)

Rowohlt Taschen­buch · 2004 · 224 Sei­ten, kar­to­niert · ISBN 978–3‑499–61644‑0

Mit dem Modell des Inne­ren Teams beschreibt Schulz von Thun, wie unter­schied­li­che inne­re Stim­men unser Den­ken, Füh­len und Han­deln prä­gen – die­ser von ihm und Wib­ke Ste­ge­mann her­aus­ge­ge­be­ne Sam­mel­band zeigt, wie sich das Modell in der Pra­xis kon­kret anwen­den lässt. Ver­schie­de­ne Autor:innen berich­ten aus eige­ner Arbeit: von Trai­ning, Bera­tung und Media­ti­on über Paar­the­ra­pie und den Umgang mit belas­ten­den Situa­tio­nen bis zur Klä­rung unge­lieb­ter Gefüh­le. Pas­send für dich, wenn du das Modell schon kennst und sehen willst, wie ande­re damit arbei­ten.

Warum wir es empfehlen

Sowohl im Coa­ching als auch in Semi­na­ren zu den The­men Füh­rung und Zeit- und Selbst­ma­nage­ment nut­zen wir ger­ne das Modell des inne­ren Teams. Auch wenn die Bei­trä­ge der Autoren nicht immer der eige­nen All­tags­si­tua­ti­on ent­spre­chen, ist es inter­es­sant und anre­gend zu sehen, auf wel­che viel­fäl­ti­ge Wei­se die­ses Modell für dich eine Hil­fe­stel­lung bie­ten kann.

Der neue Minuten Manager: Vollständig überarbeitete Ausgabe für die Manager von heute

Ken­neth Blan­chard, Spen­cer John­son

Rowohlt Taschen­buch · 2016 · 112 Sei­ten, gebun­den · ISBN 978–3‑499–63193‑1

Kein Lehr­buch, son­dern ein Geschäfts­ro­man: Die Füh­rungs­prin­zi­pi­en wer­den über eine Rah­men­hand­lung und kur­ze Dia­lo­ge ver­mit­telt statt über Model­le. Im Zen­trum ste­hen drei Gewohn­hei­ten – das Ein-Minu­ten-Ziel hält fest, wor­auf es ankommt, das Ein-Minu­ten-Lob wür­digt, was gelingt, und die Ein-Minu­ten-Neu­aus­rich­tung kor­ri­giert, was schief­läuft. Die­se Fas­sung löst die frü­he­re Zurecht­wei­sung durch die Neu­aus­rich­tung ab und reagiert damit auf fla­che­re Hier­ar­chien und selbst­stän­di­ger arbei­ten­de Teams. Auf 112 Sei­ten bleibt der Ton bewusst schlicht; das Buch lässt sich an einem Abend lesen. Inter­es­sant für dich, wenn du Füh­rungs­grund­la­gen knapp und ein­präg­sam ver­mit­teln willst.

Warum wir es empfehlen

Die Geschich­ten vom “Minu­ten-Mana­ger” sind ein abso­lu­ter Klas­si­ker in der Füh­rungs­sze­ne. Durch den Rom­an­stil wer­den wich­ti­ge Erkennt­nis­se aus dem Füh­rungs­all­tag infor­ma­tiv und moti­vie­rend beschrie­ben. Es ist kein Wun­der, dass die­se Buch­rei­he sich immer noch einer gro­ßen Beliebt­heit erfreut.

Embodied Communication: Kommunikation beginnt im Körper, nicht im Kopf

Maja Storch, Wolf­gang Tscha­cher

Hog­re­fe (vor­mals Ver­lag Hans Huber) · 2016 · 192 Sei­ten, gebun­den, 57 Abbil­dun­gen · ISBN 978–3‑456–85614‑8

Storch und Tscha­cher stel­len das Sen­der-Emp­fän­ger-Modell infra­ge: In einer Nach­richt steckt kei­ne fes­te Bedeu­tung, die das Gegen­über ent­schlüs­seln müss­te. Bedeu­tung ent­steht erst im Aus­tausch, und der Kör­per ist dar­an betei­ligt, bevor der Ver­stand ein­setzt. Auf zwei Theo­rie­ka­pi­tel zu Embo­di­ment, Affek­ten und Syn­chro­nie fol­gen zwei Pra­xis­ka­pi­tel: der Umgang mit nega­ti­ven Affek­ten und das AAO-Geschenk, jeweils mit Fall­bei­spie­len. Ein Work­shop­teil stellt Werk­zeu­ge wie Ideen­korb, Affekt­bi­lanz und Piz­za-Ana­ly­se vor. Für dich inter­es­sant, wenn du Füh­rungs­ver­ant­wor­tung trägst und Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht als Tech­nik ver­ste­hen willst.

Warum wir es empfehlen

Ich lie­be die­ses Buch, weil es die Wech­sel­wir­kung zwi­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on und Kör­per­spra­che betont und die Auf­merk­sam­keit auf die unbe­wuss­ten bzw. unwill­kür­li­chen kör­per­li­chen Signa­le im Gespräch lenkt. Die­ses Buch gehört zu den Wer­ken, die ich zwei bis drei Mal im Jahr lese, und es ist jedes Mal ein Lesen mit „Aha-Effek­ten“!

Embodiment: Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen

Maja Storch, Beni­ta Can­ti­eni, Gerald Hüt­her, Wolf­gang Tscha­cher

Hog­re­fe (vor­mals Ver­lag Hans Huber) · 2022 · 184 Sei­ten · ISBN 978–3‑456–86218‑7

Kör­per und Psy­che las­sen sich nicht sau­ber tren­nen: Wie du sitzt, atmest und dich bewegst, wirkt auf Den­ken und Füh­len zurück, und umge­kehrt. Vier Fach­leu­te aus Psy­cho­lo­gie, Neu­ro­bio­lo­gie und Kör­per­ar­beit tra­gen dazu ihre Sicht zusam­men. Wolf­gang Tscha­cher beschreibt, wie das The­ma in die Wis­sen­schaft kam, Gerald Hüt­her erklärt die neu­ro­bio­lo­gi­sche Sei­te, Beni­ta Can­ti­eni zeigt am Kör­per, wie sich Hal­tung ver­än­dern lässt, und Maja Storch ver­bin­det bei­des mit dem Zür­cher Res­sour­cen Modell. Pas­send für dich, wenn du wis­sen willst, was hin­ter dem Begriff steckt, bevor du ihn in der eige­nen Arbeit ver­wen­dest.

Warum wir es empfehlen

Das Buch beleuch­tet aus vier Fach­rich­tun­gen, wie eng Kör­per und Geist zusam­men­wir­ken – und räumt mit der lan­ge ver­brei­te­ten Vor­stel­lung auf, der Kör­per sei nur ein Appa­rat, den der Geist bedient. Es zeigt, wie Embo­di­ment ent­stan­den ist, was die For­schung dazu weiß und wie sich das neu­ro­bio­lo­gisch ein­ord­nen lässt. Dazu kom­men kon­kre­te Wege, das Kon­zept im All­tag gesund umzu­set­zen; eine Ein­füh­rung in Embo­di­ment im Zür­cher Res­sour­cen Modell (ZRM) run­det den Band ab. Eine gute Ein­füh­rung für alle, die sich umfas­send infor­mie­ren möch­ten.

Entscheiden: Die besten Strategien für große Beschlüsse

Mika­el Kro­ge­rus, Roman Tsch­äp­pe­l­er

Kein & Aber · 2021 · 176 Sei­ten, Klap­pen­bro­schur · ISBN 978–3‑0369–5858‑3

Fünf­zig Denk­mo­del­le, jedes auf einer Dop­pel­sei­te mit Gra­fik: Das Buch sam­melt Werk­zeu­ge, die kom­pli­zier­te Lagen so weit ver­ein­fa­chen, dass eine Ent­schei­dung mög­lich wird. Theo­rie steht dabei im Hin­ter­grund, die Anwen­dung im Vor­der­grund. Die Model­le ver­tei­len sich auf vier Fel­der – sich selbst ver­bes­sern, sich selbst ver­ste­hen, ande­re ver­ste­hen und ande­re för­dern. Bekann­tes wie Design Thin­king steht neben Sper­ri­ge­rem wie der Stop Rule oder dem TMI-Para­dox, und am Ende der Kapi­tel war­tet jeweils eine Fra­ge zum Selbst­be­ant­wor­ten. Pas­send für dich, wenn du in Work­shops und Gesprä­chen schnel­len Zugriff auf Denk­fi­gu­ren brauchst.

Warum wir es empfehlen

In einem Selbst­ver­such ist es mir gelun­gen, in einem Jahr das Buch durch­zu­ar­bei­ten. Also nicht nur die Model­le zu lesen, son­dern auch auf die eige­ne Pra­xis anzu­wen­den. Vie­le Model­le nut­ze ich bis heu­te noch in Semi­na­ren oder unse­rer eige­nen Stra­te­gie­pla­nung.

Frauen, Männer, Mikropolitik: Geschlecht und Macht in Organisationen

Danie­la Rastet­ter, Chris­tia­ne Jüng­ling

Van­den­hoeck & Ruprecht · 2018 · 96 Sei­ten, Paper­back · ISBN 978–3‑525–45250‑9

In Orga­ni­sa­tio­nen ver­fol­gen Ein­zel­ne und Grup­pen lau­fend eige­ne Inter­es­sen. Rastet­ter und Jüng­ling nen­nen das Mikro­po­li­tik und zei­gen, dass die­se Spiel­zü­ge nie geschlechts­neu­tral ablau­fen: Wer auf­stei­gen will, bewegt sich in einer Ord­nung, die Füh­rung und Männ­lich­keit seit Lan­gem zusam­men­denkt. Der schma­le Band führt in die Begrif­fe ein, ord­net Macht­struk­tu­ren und wei­te­re Dimen­sio­nen von Ungleich­heit ein und arbei­tet durch­ge­hend mit Fall­bei­spie­len aus Bera­tung und Super­vi­si­on. Ein eige­nes Kapi­tel behan­delt Emo­ti­ons­ar­beit. Pas­send für dich, wenn du berätst oder beglei­test und ver­ste­hen willst, war­um fach­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on allein Kar­rie­ren nicht erklärt.

Warum wir es empfehlen

Das Buch beschreibt wie Macht und Mikro­po­li­tik im Berufs­all­tag wir­ken und wel­che Rol­le Geschlech­ter­rol­len dabei spie­len. Zahl­rei­che Fall­bei­spie­le machen das anschau­lich, wer­den ein­ge­ord­net und geben Anre­gun­gen zum Wei­ter­den­ken.

Führung und Gesundheit: Ein praktischer Ratgeber zur Förderung der psychosozialen Gesundheit im Betrieb

Anne Kat­rin Matyssek

Books on Demand · 2012 · 208 Sei­ten, kar­to­niert · ISBN 978–3‑8391–0639‑6

Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment rich­tet sich meist auf kör­per­li­ches Wohl­be­fin­den – Matyssek zeigt, wel­chen Ein­fluss Füh­rungs­ver­hal­ten auf die psy­chi­sche Gesund­heit im Team hat und wie sich das im All­tag mit­ge­stal­ten lässt. Der Rat­ge­ber führt von der ver­än­der­ten Arbeits­welt und den Grund­la­gen zwi­schen­mensch­li­chen Arbeits­schut­zes über den Umgang mit belas­te­ten Beschäf­tig­ten bis zu Argu­men­ten für die Geschäfts­füh­rung und Ansät­zen zur Kul­tur­ver­än­de­rung. Loh­nend für dich, wenn Belas­tung in dei­nem Team ein The­ma ist und du wis­sen willst, was du als Füh­rungs­kraft kon­kret dafür tun kannst.

Warum wir es empfehlen

Vie­les zum betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ment bleibt bei Ergo­no­mie und Bewe­gungs­an­ge­bo­ten. Matyssek nimmt statt­des­sen das Füh­rungs­ver­hal­ten in den Blick, und genau des­halb steht das Buch auf die­ser Lis­te.

Keine Angst vor der Akquise!: Mehr Erfolg in Vertrieb und Verkauf

Jür­gen Ratz­kow­ski

Carl Han­ser Ver­lag · 2011 · 344 Sei­ten, gebun­den · ISBN 978–3‑446–42717‑4

Wer akqui­riert, schei­tert oft nicht an feh­len­dem Fach­wis­sen, son­dern an inne­ren Wider­stän­den und der Angst vor Ableh­nung. Ratz­kow­ski zeigt, wie sich die­se Bar­rie­ren abbau­en las­sen und wie Per­sön­lich­keit und Aus­strah­lung zum eigent­li­chen Erfolgs­fak­tor wer­den. Das Buch führt von der psy­cho­lo­gi­schen Grund­la­ge über kon­kre­te Gesprächs­tech­ni­ken bis zum Auf­bau trag­fä­hi­ger Kun­den­be­zie­hun­gen, ergänzt um Check­lis­ten und Akti­ons­plä­ne zum Selbst­trai­ning. Pas­send für dich, wenn dir der fach­li­che Teil leicht­fällt und die Über­win­dung vor dem Anruf das eigent­li­che Hin­der­nis ist.

Warum wir es empfehlen

Die­ses Buch war für mich selbst eine gro­ße Inspi­ra­ti­on in den ers­ten Jah­ren mei­ner Selbst­stän­dig­keit. Auf eine sehr pra­xis­na­he und wert­schät­zen­de Wei­se wer­den The­men der Akqui­se vor­ge­stellt und hilf­rei­che Anre­gun­gen gege­ben.

Körpersprache

Tizia­na Bru­no, Gre­gor Adamc­zyk

Hau­fe · 2018 · 256 Sei­ten, kar­to­niert · ISBN 978–3‑648–12130‑6

Hal­tung, Mimik, Ges­tik und Stim­me sen­den lau­fend Signa­le, oft deut­li­cher als die Wor­te, die dazu gespro­chen wer­den. Tizia­na Bru­no und Gre­gor Adamc­zyk zei­gen, wie sich die­se Signa­le lesen und bewusst ein­set­zen las­sen. Der Band erklärt zunächst, was der Kör­per über­haupt mit­teilt, und geht dann auf beruf­li­che Situa­tio­nen ein: Vor­stel­lungs­ge­spräch, Bespre­chung, Prä­sen­ta­ti­on. Ein umfang­rei­cher Trai­nings­teil ent­hält Übun­gen zum Aus­pro­bie­ren. Über die kos­ten­lo­se App smARt Hau­fe las­sen sich Buch­sei­ten scan­nen und um Vide­os, Hör­bei­spie­le und Wis­sens­tests ergän­zen. Pas­send für dich, wenn du einen kom­pak­ten Ein­stieg suchst und lie­ber übst als liest.

Warum wir es empfehlen

Ein Buch, das sich gut für Ein­stei­ger eig­net und vie­le prak­ti­sche Tipps mit­bringt. Beson­ders hilf­reich: Über die smar­t­App von Hau­fe ergän­zen Bil­der und Vide­os die Erklä­run­gen. So las­sen sich Bewe­gun­gen und Ges­ten leicht nach­voll­zie­hen und selbst aus­pro­bie­ren.

Miteinander Reden: Band 1

Frie­de­mann Schulz von Thun

Rowohlt · 1981 · 320 Sei­ten, Taschen­buch · ISBN 978–3‑499–17489‑6

Ein bana­ler Satz – und plötz­lich eska­liert das Gespräch. Frie­de­mann Schulz von Thun erklärt in die­sem Stan­dard­werk der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­psy­cho­lo­gie, war­um Men­schen anein­an­der vor­bei­re­den. Anhand der vier Sei­ten einer Nach­richt – Sach­in­halt, Selbst­of­fen­ba­rung, Bezie­hung und Appell – zeigt er, wo die typi­schen Stör­quel­len lie­gen. Das Modell lässt sich auf Gesprä­che im Beruf eben­so anwen­den wie auf pri­va­te Kon­flik­te. Loh­nend für dich, wenn du ver­ste­hen willst, war­um Gesprä­che kip­pen, ohne dass es jemand beab­sich­tigt hat.

Warum wir es empfehlen

Die Buch­rei­he „Mit­ein­an­der reden“ ist ein abso­lu­ter Klas­si­ker, wenn es um das The­ma “Kom­mu­ni­ka­ti­on” geht. Ich selbst hat­te die Mög­lich­keit, wäh­rend mei­nes Stu­di­ums Vor­le­sun­gen bei Schulz von Thun in Ham­burg zu besu­chen, und sie beglei­ten mich bis heu­te.

Neu auf dem Chefsessel: Erfolgreich durch die ersten 100 Tage

Peter Fischer

Red­li­ne Ver­lag (vor­mals Red­li­ne Wirt­schaft) · 2015 · 224 Sei­ten, gebun­den · ISBN 978–3‑86881–587‑0

Füh­rungs­po­si­tio­nen wer­den im Schnitt alle zwei bis drei Jah­re neu besetzt – und die ers­ten Mona­te ent­schei­den mit dar­über, ob der Wech­sel gelingt. Peter Fischer beschreibt, was in die­ser Anfangs­zeit trägt: Erwar­tun­gen aktiv steu­ern, trag­fä­hi­ge Bezie­hun­gen auf­bau­en, die Lage nüch­tern sor­tie­ren. Der ers­te Teil ent­fal­tet sie­ben Bau­stei­ne des Füh­rungs­wech­sels, von der Zie­leland­schaft über das Ver­än­de­rungs­kli­ma bis zu Sym­bo­len und Ritua­len. Der zwei­te Teil geht sie­ben typi­sche Kon­stel­la­tio­nen durch, etwa den Auf­stei­ger aus den eige­nen Rei­hen oder die Nach­fol­ge auf einen gro­ßen Vor­gän­ger. Loh­nend für dich, wenn du selbst vor einem Wech­sel stehst oder Füh­rungs­kräf­te beglei­test.

Warum wir es empfehlen

Die­ses Buch gehört zu den Stan­dard­emp­feh­lun­gen in unse­ren Semi­na­ren und Coa­chings. Ich set­ze es sehr ger­ne ein, weil es zu jedem The­ma Fra­gen stellt, die man sich selbst stel­len muss, bevor man han­delt.

Reteaming: Methodenhandbuch zur lösungsorientierten Beratung

Wil­helm Geis­bau­er (Hrsg.)

Carl-Auer · 2022 · 172 Sei­ten, kar­to­niert, 23 Abbil­dun­gen · ISBN 978–3‑8497–0455‑1

Die übli­che Rei­hen­fol­ge lau­tet: erst das Pro­blem ana­ly­sie­ren, dann lösen. Reteam­ing dreht das um und ver­zich­tet auf die Ana­ly­se ganz – Pro­ble­me gel­ten hier als ver­klei­de­te Zie­le, gear­bei­tet wird an der Zukunft statt an den Ursa­chen. Wil­helm Geis­bau­er führt in Metho­de, Coach­hal­tung und Work­shop-Ablauf ein, samt Fra­gen­samm­lung und Fall­bei­spie­len. Danach fol­gen Bei­trä­ge von Koau­to­ren zu öko­sys­te­mi­schem Den­ken, Salu­to­ge­ne­se, Füh­rung, Wis­sens­ma­nage­ment und Team­dy­na­mik, dazu ein Anhang mit Tools zu Stra­te­gie, Struk­tur und Kul­tur. Pas­send für dich, wenn du Teams durch Ver­än­de­run­gen beglei­test und dein Reper­toire um einen lösungs­ori­en­tier­ten Ansatz erwei­tern willst.

Warum wir es empfehlen

Teams sind kein „Per­pe­tu­um mobi­le“, das nach der Zusam­men­stel­lung dau­er­haft Höchst­leis­tung voll­bringt. Viel­mehr sind sie im Tages­ge­schäft viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen aus­ge­setzt, die mit der Zeit zu Ermü­dungs­er­schei­nun­gen füh­ren. Ein Teil­neh­mer mein­te dazu mal: „Wir sind hier wie so ein altes Ehe­paar. Man kennt sich halt!“ Für ver­schie­de­ne Kun­den­pro­jek­te haben wir schon eini­ge Team­work­shops nach dem „Re-Teaming“-Konzept gestal­tet. Für die Teil­neh­men­den und uns ist es wie­der ermu­ti­gend und anre­gend, wenn Teams durch den kol­le­gia­len Aus­tausch und die Abspra­che gemein­sa­mer Schrit­te für ein gutes Mit­ein­an­der zurück zur „ers­ten Lie­be“ gelan­gen.

Von Quotenfrauen und alten weißen Männern: Schluss mit Vorurteilen in der Arbeitswelt!

Anna­hi­ta Esmailz­adeh

Cam­pus · 2023 · 240 Sei­ten, Klap­pen­bro­schur · ISBN 978–3‑593–51755‑1

Vor­ur­tei­le am Arbeits­platz tref­fen nicht nur eine Grup­pe: Neben der Quo­ten­frau ste­hen der alte wei­ße Mann, die Raben­mut­ter und das Arbei­ter­kind. Anna­hi­ta Esmailz­adeh, Füh­rungs­kraft in der Technik­bran­che, ver­bin­det eige­ne Erfah­run­gen mit For­schungs­be­fun­den und zeigt, was sol­che Zuschrei­bun­gen für Betrof­fe­ne und für Unter­neh­men bedeu­ten. Das Buch nimmt die Kli­schees ein­zeln aus­ein­an­der und fragt jeweils, wie sie ent­ste­hen und wem sie nüt­zen. Dabei kom­men auch Alters­dis­kri­mi­nie­rung, Ras­sis­mus und Klas­sis­mus zur Spra­che. Pas­send für dich, wenn du Vor­ur­tei­le in dei­ner Orga­ni­sa­ti­on anspre­chen willst, ohne jeman­den an den Pran­ger zu stel­len.

Warum wir es empfehlen

Anna­hi­ta geht der Fra­ge nach, wie Vor­ur­tei­le und Ste­reo­ty­pe ent­ste­hen – und sucht die Ursa­chen bis in die frü­he Mensch­heits­ge­schich­te zurück, wo auch der viel zitier­te Säbel­zahn­ti­ger sei­nen Auf­tritt hat. Gut recher­chiert, klar argu­men­tiert und mit einer Por­ti­on Humor und Mensch­lich­keit erzählt – das macht die Lek­tü­re eben­so anre­gend wie ange­nehm.

Women at work: Wie Frauen limitierende Glaubenssätze abbauen und ihr berufliches Potenzial entfalten

Sil­ke Rusch

Hau­fe · 2025 · 228 Sei­ten, Bro­schur · ISBN 978–3‑648–18376‑2

Frau­en sind in Fach- und Füh­rungs­rol­len sicht­ba­rer gewor­den, tra­gen aber häu­fig einen inne­ren Druck mit sich, den von außen kaum jemand bemerkt. Sil­ke Rusch, The­ra­peu­tin und selbst Teil eines Kli­nik-Lei­tungs­teams, führt die­sen Druck auf ver­in­ner­lich­te Glau­bens­sät­ze und gesell­schaft­li­che Erwar­tun­gen zurück. Das Buch nimmt typi­sche inne­re Sät­ze ein­zeln vor, etwa nicht zu genü­gen, kei­ne gute Mut­ter zu sein oder Macht sei etwas Anrü­chi­ges, erklärt ihre Her­kunft und stellt Übun­gen dane­ben. Wei­te­re Kapi­tel behan­deln Erschöp­fungs­sym­pto­me und die Ent­wick­lung einer eige­nen beruf­li­chen Visi­on. Pas­send für dich, wenn du merkst, dass dich weni­ger die Auf­ga­be bremst als dein Blick dar­auf.

Warum wir es empfehlen

Sil­ke Rusch beschreibt, war­um vie­le Frau­en in Fach- und Füh­rungs­po­si­tio­nen unter star­kem inne­rem Druck ste­hen: tief ver­wur­zel­te Glau­bens­sät­ze, unbe­wuss­te Vor­ur­tei­le, gesell­schaft­li­che Nor­men und insti­tu­tio­nel­le Rah­men­be­din­gun­gen brem­sen sie – oft bis hin zu Selbst­zwei­feln und Erschöp­fung.

Du suchst etwas, das hier nicht steht?

Die­se Lis­te ist eine Aus­wahl aus unse­rer Pra­xis, kein voll­stän­di­ges Ver­zeich­nis. Zu vie­len The­men haben wir mehr im Regal, als hier Platz fin­det. Wenn du zu einer Fra­ge Lite­ra­tur suchst und hier nicht fün­dig wirst, sag uns Bescheid. Wir emp­feh­len dir gern etwas Pas­sen­des.