Sönke Thomssen Bildungsprojekte

Sönke Thomssen –
Trainer, Berater und Coach

Nicht das Semi­nar zählt, son­dern was danach trägt.

Wie entsteht Lernen, das trägt?

Sönke Thomssen, Inhaber von Thomssen Bildungsprojekte, Porträtaufnahme

Men­schen ler­nen, wenn sie sich selbst ernst neh­men dür­fen. Wenn sie ihre Gedan­ken aus­spre­chen und für ihre Zie­le ein­tre­ten kön­nen, ohne sich dafür recht­fer­ti­gen zu müs­sen. Wer sich ernst genom­men fühlt, denkt nach, fasst Mut und ent­schei­det. Mei­ne Auf­ga­be ist es, die­sen Zustand her­zu­stel­len und im Mit­ein­an­der zu hal­ten.

Viel­leicht stehst du vor einer Ent­schei­dung, die dein Team betrifft. Viel­leicht sitzt du in Kun­den­ge­sprä­chen, die sich im Kreis dre­hen. Viel­leicht über­nimmst du zum ers­ten Mal Ver­ant­wor­tung für ande­re. In allen drei Fäl­len geht es um die­sel­be Bedin­gung.

Die Zie­le legen wir vor­her gemein­sam fest, und die ste­hen nicht zur Dis­po­si­ti­on. Offen hal­te ich mir den Weg dort­hin. Wenn eine Grup­pe an einer Stel­le nicht mit­geht, klä­re ich, was im Weg steht, und füh­re von dort aus zum Ziel zurück. Die­se Beweg­lich­keit ist kein Ver­zicht auf Hand­werk, sie setzt es vor­aus: Ich kann vom Weg abwei­chen, weil ich weiß, wohin ich zurück­kom­me.

Was ich tue

Ich klä­re die Zie­le mit dem Auf­trag­ge­ber, bevor ich ein Kon­zept schrei­be.
Ein Semi­nar ohne Vor­ge­spräch ist ein Vor­trag auf Ver­dacht. Ich will wis­sen, wor­um es wirk­lich geht, was vor­her ver­sucht wur­de und was das gewünsch­te Ergeb­nis ist.

Ich begin­ne mit den Fäl­len der Teil­neh­men­den, nicht mit dem Modell.
Das Modell kommt spä­ter und hilft dann, den eige­nen Fall zu sor­tie­ren. In der umge­kehr­ten Rei­hen­fol­ge bleibt es Theo­rie, die nie­mand mit­nimmt.

Ich las­se üben, statt zu erklä­ren.
Gesprä­che wer­den geführt, nicht beschrie­ben. Wer eine schwie­ri­ge Situa­ti­on mit Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ein­mal durch­ge­ar­bei­tet und sze­na­risch getes­tet hat, geht anders in den All­tag.

Ich arbei­te mit dem, was da ist.
In fast jeder Grup­pe sitzt jemand, der die Fra­ge der ande­ren längst gelöst hat. Die­se Erfah­rung ist mehr wert als mein Bei­spiel. Und wenn eine Grup­pe nicht mit­geht, hat auch das einen Grund. Dann spre­che ich ihn an, statt das Tem­po zu erhö­hen. Bei­des gehört zusam­men: das, was hilft, und das, was im Weg steht.

Ich sor­ge dafür, dass am letz­ten Tag etwas Kon­kre­tes fest­steht.
Kein guter Vor­satz, son­dern ein benann­tes Vor­ha­ben mit kon­kre­ten Umset­zungs­schrit­ten. Ob ein Semi­nar getra­gen hat, ent­schei­det sich in den Wochen danach.

Was ich nicht tue

Ich bewer­te kei­ne Teil­neh­men­den gegen­über dem Auf­trag­ge­ber.
Ich mel­de zurück, was die Grup­pe braucht, nicht wie Ein­zel­ne sich geschla­gen haben. Wer damit rech­nen muss, beur­teilt zu wer­den, zeigt kei­ne Unsi­cher­heit. Und ohne gezeig­te Unsi­cher­heit gibt es nichts zu ler­nen. Die­se Zusa­ge gilt aus­nahms­los, sonst ist sie nichts wert.

Ich lie­fe­re kein Stan­dard­kon­zept ohne Vor­ge­spräch.
Ein Ange­bot ohne Kennt­nis der Lage wäre gera­ten. Das kann ich ver­kau­fen, aber nicht ver­ant­wor­ten.

Ich zwin­ge nie­man­den vor die Grup­pe.
Wer vor­ge­führt wird, wird vor­sich­tig und ent­fernt sich von sei­nen Lern­zie­len. Den Rah­men fürs Üben stim­me ich des­halb mit der Grup­pe ab. Geübt wird auf jeden Fall, aber in einer Form, die alle mit­tra­gen.

Ich ver­spre­che kei­ne Ergeb­nis­se, die ich nicht kon­trol­lie­re.
Ob jemand am Mon­tag anders in die Bespre­chung geht, ent­schei­det er selbst und sei­ne Umge­bung. Ich kann die Bedin­gun­gen dafür schaf­fen. Mehr nicht, und alles ande­re wäre ein Ver­spre­chen auf frem­de Rech­nung.

Ich blei­be nicht län­ger, als nötig ist.
Ich ver­ein­ba­re kla­re Zie­le und arbei­te in ihrem Rah­men so lan­ge, wie es die­se Zie­le ver­lan­gen. Erge­ben sich unter­wegs neue, spre­chen wir dar­über. Bei Ent­wick­lungs­pro­jek­ten in der Per­so­nal­ent­wick­lung ist der Zeit­raum von vorn­her­ein län­ger, weil das Kon­zept selbst über Jah­re trägt.

Mit welchen Fragen kannst du zu mir kommen?

Die meis­ten Anfra­gen dre­hen sich um Füh­rung. Um Rol­len­wech­sel, um Ent­schei­dun­gen, die nie­mand tref­fen will, um die Fra­ge, wie man Men­schen erreicht, für die man Ver­ant­wor­tung trägt, ohne ihnen etwas über­zu­stül­pen. Eng damit ver­bun­den ist die Arbeit an Teams: Was pas­siert, wenn eine Grup­pe sich ein­ge­rich­tet hat und nie­mand mehr aus­spricht, was alle wis­sen.

Der zwei­te Strang ist Bera­tung und Ver­kauf. Seit 2002 arbei­te ich mit Ver­triebs­teams, meist dort, wo Ent­schei­dun­gen lan­ge dau­ern, meh­re­re Per­so­nen mit am Tisch sit­zen und Ver­trau­en wich­ti­ger ist als das Argu­ment. Wer in sol­chen Gesprä­chen besteht, braucht kein Skript, son­dern ein Gespür dafür, wann er auf­hö­ren muss zu reden.

Mein drit­tes Feld ist Arbeit und Digi­ta­li­sie­rung, wo sich Zusam­men­ar­beit gera­de schnel­ler ver­än­dert als die Gewohn­hei­ten der Betei­lig­ten. Für Arbeit und Gesund­heit liegt die Pro­jekt­lei­tung bei Ulri­ke Fuchs. Dort arbei­te ich zu, und wo sich bei­des berührt, etwa bei der Fra­ge, wie man sich selbst und ande­re gesund führt, gestal­ten wir die Ver­an­stal­tung gemein­sam.

Und wenn dei­ne Fra­ge in kei­ne die­ser Schub­la­den passt, ist das kein Aus­schluss­kri­te­ri­um. Für genau die­sen Fall gibt es die Indi­vi­du­al­the­men.

In wel­cher Form wir arbei­ten, ent­schei­det sich danach, was die Sache ver­langt. Das kann ein Trai­ning mit einer Grup­pe sein, ein Coa­ching über meh­re­re Sit­zun­gen, eine Bera­tung zu einer offe­nen Fra­ge im Unter­neh­men oder die Kon­zep­ti­on eines Ent­wick­lungs­pro­gramms, das über Jah­re trägt. Man­ches lässt sich digi­tal bes­ser lösen, dafür gibt es das E‑Learning und das eige­ne Stu­dio. Mein Sitz ist Nor­den­ham, gear­bei­tet wird bun­des­weit und, wo es passt, auch online.

Worauf stützt sich das?

Studium

Mein fach­li­ches Fun­da­ment kommt aus drei Stu­di­en­gän­gen. Zehn Semes­ter Diplom-Theo­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Ham­burg, mit dem Schwer­punkt Wirt­schafts- und Medi­zin­ethik. Spä­ter vier Semes­ter Psy­cho­lo­gie und zwei Semes­ter Erwach­se­nen­bil­dung und Per­so­nal­ent­wick­lung an der IU Inter­na­tio­na­len Hoch­schu­le.

Stu­diert habe ich immer neben dem Beruf, und der Beruf war jedes Mal schnel­ler. Bei mei­nem ers­ten Arbeit­ge­ber kam mit jeder Stu­fe mehr Ver­ant­wor­tung dazu. Dann die Selbst­stän­dig­keit, mit Semi­na­ren in ganz Deutsch­land und im euro­päi­schen Aus­land. Einen Abschluss habe ich des­halb in kei­nem der drei Fächer gemacht. Ich habe mich jedes Mal für die Arbeit ent­schie­den, und ich wür­de es wie­der so machen.

Ausbildungen

Aus­ge­bil­det bin ich als Füh­rungs­kräf­te­trai­ner, in sys­te­mi­scher Orga­ni­sa­ti­ons- und Team­ent­wick­lung und im Coa­ching. Berufs­be­glei­tend habe ich außer­dem Manage­ment in Hil­fe­leis­tungs­un­ter­neh­men stu­diert, damals noch im Ret­tungs­dienst.

Dazu kommt eine Aus­bil­dung zum Hyp­no­se­the­ra­peu­ten nach Mil­ton Erick­son sowie in kli­ni­scher Hyp­no­se nach dem Stan­dard der Natio­nal Guild of Hyp­no­tists und des Ame­ri­can Board of Hyp­no­the­ra­py, ergänzt um die hyp­no­sys­te­mi­schen Kon­zep­te nach Dr. Gun­ther Schmidt. Die­se Ansät­ze nut­ze ich in der Bera­tung, nicht in der The­ra­pie.

Ich bin zer­ti­fi­zier­ter DISG-Trai­ner. Ein DISG-Pro­fil ist für mich ein Gesprächs­an­lass, kei­ne Schub­la­de. Immer dann, wenn Men­schen und Situa­tio­nen nur noch durch die DISG-Bril­le gedeu­tet wer­den, scha­det es mehr, als es nutzt.

Bei The­men wie Prä­sen­ta­ti­on, Rhe­to­rik oder Ver­hand­lungs­füh­rung ent­schei­det nicht nur, was jemand sagt. Es ent­schei­det, wie er dabei steht, atmet und mit sei­ner Anspan­nung umgeht. Ich arbei­te des­halb mit kör­per­the­ra­peu­ti­schen Tech­ni­ken und mit Men­tal­trai­ning. Bei­des ist kein Zusatz­an­ge­bot, son­dern der Teil der Arbeit, an dem sich zeigt, ob jemand im ent­schei­den­den Moment abru­fen kann, was er kann.

Herkunft

Aus­ge­bil­de­ter Lehr­ret­tungs­as­sis­tent, zehn Jah­re in der Not­fall­me­di­zin, davon meh­re­re Jah­re als Fach­do­zent für medi­zi­ni­sche The­men. In der­sel­ben Zeit haupt­amt­li­che Füh­rungs­ver­ant­wor­tung auf regio­na­ler, Lan­des- und Bun­des­ebe­ne.

Rahmen

Jahr­gang 1969, Vater von vier Kin­dern, zwei davon leib­lich, zu Hau­se in Nor­den­ham an der Weser­marsch. Selbst­stän­dig seit 1999. Seit 2001 in der Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung, seit 2002 im Ver­kaufs­trai­ning, seit 2012 als Coach nach den Stan­dards des DBVC. Ich arbei­te bun­des­weit und im euro­päi­schen Aus­land, in Prä­senz, online und in gemisch­ten For­ma­ten.

Sollen wir darüber sprechen?

Wenn du eine Fra­ge hast, auf die die­ser Text kei­ne Ant­wort gibt, ruf an oder schreib mir. Ein Satz dazu, was dich beschäf­tigt, reicht für den Anfang. Alles Wei­te­re klä­ren wir im Gespräch.