Sönke Thomssen Bildungsprojekte

Teamentwicklung –
Aus Funktionieren wird Miteinander

Wenn Bei­trä­ge sicht­bar wer­den, wächst ein Team wie­der zusam­men.

Worum geht es bei Teamentwicklung?

Team­ent­wick­lung bedeu­tet für uns nicht, ein Team zu einer Ein­heit zu for­men, son­dern die Men­schen dar­in den Bei­trag der ande­ren wie­der erken­nen zu las­sen. Gute Team­ent­wick­lung macht sicht­bar, wer was tut — und was es kos­tet und was es wert ist. Oft ver­än­dert sich die Zusam­men­ar­beit schon dadurch, noch bevor sich eine ein­zi­ge Auf­ga­be ver­än­dert. Auf die­ser Sei­te liest du, wie wir Team­ent­wick­lung ver­ste­hen und wie wir mit dir dar­an arbei­ten.

Unser Versprechen an dich

Leuchtturm – Platzhalter für ein Teamentwicklungs-Icon

Wir unter­stüt­zen dein Team dabei, den Bei­trag jedes Ein­zel­nen wie­der sicht­bar zu machen — und aus einem Team, das funk­tio­niert, ein Mit­ein­an­der wer­den zu las­sen, das die Betei­lig­ten als ihr eige­nes emp­fin­den.

Was macht Teamentwicklung wirksam?

Wirk­sam wird Team­ent­wick­lung dort, wo Men­schen den Bei­trag der ande­ren wie­der erken­nen — nicht nur, wer was tut, son­dern auch, was es kos­tet und was es wert ist. Wo die­ses Ver­ständ­nis wächst, ver­än­dert sich die Zusam­men­ar­beit, noch bevor sich eine ein­zi­ge Auf­ga­be ver­än­dert.

Das Werk­zeug dafür ist schlicht: sicht­bar gemach­te Unter­schie­de, ehr­li­che Abspra­chen und die Bereit­schaft, ein­an­der wie­der zuzu­hö­ren. Dazu gehört auch der Mut, Din­ge offen anzu­spre­chen — ungleich ver­teil­te Las­ten eben­so wie das, was einer vom ande­ren braucht. Aus Funk­tio­nie­ren wird so ein Mit­ein­an­der, das die Betei­lig­ten als ihr eige­nes emp­fin­den.

Wie sehr es dar­auf ankommt, zeigt die For­schung: Goog­le unter­such­te über zwei Jah­re mehr als 180 Teams und fand her­aus, dass der wich­tigs­te Fak­tor erfolg­rei­cher Teams die psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit ist — das geteil­te Ver­trau­en, im Team offen spre­chen zu kön­nen, ohne bloß­ge­stellt zu wer­den. Nicht die Zusam­men­set­zung ent­schei­det, son­dern wie ein Team mit­ein­an­der umgeht.

Quel­le: Goog­le re:Work, „Pro­jekt Aris­to­te­les“.

Team im Gespräch bei einer gemeinsamen Besprechung

Woran erkennst du, dass ein Team Unterstützung braucht?

Meis­tens zeigt es sich nicht in offe­nem Streit, son­dern in lei­sen Mus­tern im All­tag. In unse­ren Work­shops erle­ben wir immer wie­der die­sel­ben Anzei­chen — und oft ist dem Team selbst gar nicht bewusst, wie sehr sie die Zusam­men­ar­beit belas­ten. Drei keh­ren beson­ders oft zurück:

Unglei­che Las­ten.

Auf­ga­ben sind über die Jah­re ungleich ver­teilt — und wie gern oder ungern ein­zel­ne sie über­neh­men, spricht kaum jemand aus.

Stil­le Miss­ver­ständ­nis­se.

Aus unaus­ge­spro­che­nen Wahr­neh­mun­gen wer­den mit der Zeit Unver­ständ­nis und ein Abstand, den kei­ner bemerkt hat.

Abgren­zung statt Mit­ein­an­der.

Jeder posi­tio­niert sich für sich, die Arbeit der ande­ren wird wenig wert­ge­schätzt — es funk­tio­niert, aber es kos­tet Kraft.

Wenn du eines die­ser Anzei­chen bei dei­nem Team wie­der­erkennst, ist das kein schlech­tes Zei­chen. Es zeigt nur, wo sich ein gemein­sa­mer Blick lohnt — und wo Team­ent­wick­lung am schnells­ten etwas bewegt.

Wie verstehen wir Teamentwicklung?

Sönke Thomssen im Gespräch

Team­ent­wick­lung heißt für uns nicht, ein Team dau­er­haft zu beglei­ten, son­dern es stark genug zu machen, dass es uns nicht mehr braucht. Wir schaf­fen uns über­flüs­sig. Wenn das Mit­ein­an­der wie­der dem Team gehört und nicht mehr dem Work­shop, haben wir unse­re Arbeit getan.

Dazu machen wir Unter­schie­de sicht­bar, statt sie zu glät­ten. In unse­ren Work­shops arbei­ten wir zum Bei­spiel mit visua­li­sier­ten Ska­lie­rungs­fra­gen: Jeder ord­net auf einer Ska­la ein, wie er Arbeits­last und Ver­traut­heit im Team erlebt, und die Ein­schät­zun­gen hän­gen sicht­bar neben­ein­an­der an der Wand. Oft ent­steht zuerst ein Erschre­cken über den Abstand zwi­schen den Wahr­neh­mun­gen — und dar­aus eine Chan­ce.

Denn wo ein Team sei­ne Unter­schie­de kennt, kann es sie neu ord­nen: Auf­ga­ben anders ver­tei­len, Abspra­chen klä­ren, Moti­va­ti­on zurück­ge­win­nen. Ein Team, das reif wird, schaut dabei nicht nur auf sich — es fragt auch nach oben: Was kön­nen wir tra­gen? Genau dar­auf arbei­ten wir hin, nah am All­tag und ohne erho­be­nen Zei­ge­fin­ger.

Wie viel sich ver­än­dern kann, ohne dass eine ein­zi­ge neue Auf­ga­be ent­steht, zeigt die­ses Bei­spiel:

Wie neu aufgestellt

Situa­ti­on. Ein Team lie­fert seit Jah­ren ver­läss­lich gute Arbeit — und wünscht sich trotz­dem, wie­der mehr zusam­men­zu­wach­sen. Im Work­shop ord­net jeder auf einer Ska­la ein, wie er Arbeits­last und Ver­traut­heit erlebt. Die Ein­schät­zun­gen hän­gen sicht­bar neben­ein­an­der an der Wand.

Vor­ge­hen. Zuerst ent­steht ein Erschre­cken: Dem Team war nicht bewusst, wie ungleich die Auf­ga­ben ver­teilt waren und wie unter­schied­lich ein­zel­ne sie erleb­ten. Aus die­sem Schreck wird eine Chan­ce. Auf­ga­ben, die dem einen Freu­de machen, ver­tei­len wir neu; im Klä­ren und Abspre­chen ent­steht Raum für The­men, die noch vor dem Team lagen.

Ergeb­nis. An die­sem Tag ent­steht kei­ne ein­zi­ge neue Auf­ga­be. Und doch geht das Team anders aus­ein­an­der, als es gekom­men ist — die Füh­rungs­kraft berich­tet spä­ter, es gehe wie neu auf­ge­stellt und mit fri­schem Geist an die Arbeit.

Häufige Fragen zu Teamentwicklung

Woran erkenne ich, dass mein Team Teamentwicklung gebrauchen kann?

Meist an lei­sen Anzei­chen: ungleich ver­teil­te Las­ten, stil­le Miss­ver­ständ­nis­se oder eine Zusam­men­ar­beit, die zwar funk­tio­niert, aber Kraft kos­tet. Oft ist dem Team selbst nicht bewusst, wie groß der Abstand zwi­schen den Wahr­neh­mun­gen ist — das sicht­bar zu machen, ist schon der ers­te Schritt.

Muss in unserem Team erst etwas kaputt sein, damit sich Teamentwicklung lohnt?

Nein. Gera­de Teams, die gute Arbeit lie­fern, gewin­nen oft am meis­ten — wenn sie sich wün­schen, wie­der mehr zusam­men­zu­wach­sen. Team­ent­wick­lung setzt nicht erst im Kon­flikt an, son­dern dort, wo ein Team sein Mit­ein­an­der bewusst gestal­ten will. Lösun­gen von der Stan­ge bie­ten wir dabei nicht — wir ach­ten dar­auf, dass Anlie­gen und Vor­ge­hen zuein­an­der und zu eurem Team pas­sen.

Wie arbeitet ihr mit Teams?

Team­ent­wick­lung ist für uns nie Selbst­zweck, son­dern immer ein Mit­tel zum Zweck. Dar­um arbei­ten wir nah am All­tag und an kon­kre­ten Situa­tio­nen, ohne erho­be­nen Zei­ge­fin­ger — und zie­hen uns bewusst zurück, sobald das Team sein Mit­ein­an­der wie­der selbst trägt. Wel­ches Vor­ge­hen im Ein­zel­fall passt, klä­ren wir gemein­sam in einem per­sön­li­chen Gespräch.

Lass uns über Teamentwicklung sprechen.

Wenn du mit dei­nem Team wie­der mehr zusam­men­wach­sen möch­test — oder spürst, dass eure Zusam­men­ar­beit mehr Kraft kos­tet als nötig —, lass uns ins Gespräch kom­men. In Ruhe, ohne Ver­pflich­tung, mit ehr­li­chem Inter­es­se an eurer Situa­ti­on.